Im ausgehenden 18. Jahrhundert löst J. F. Oberlin mit einer neuen pädagogischen Idee eine echte Bewegung aus.  Seine ersten Kleinkinderschulen, die sog. Strickschulen, sind nicht nur Orte der Vermittlung von Wissen, sondern vor allem Orte des Entdeckens, Erprobens und Verstehens.  J. F. Oberlin geht es darum, die Intelligenz der Kinder zu fördern, und nicht, ihr Denken zu versklaven. Sind diese Schulen der Vergangenheit heute überholt?

Die Ausstellung „250 Jahre Strickschulen – Erziehung träumen“ ist mitnichten ein weiterer Blick in die Vergangenheit. Es ist davon auszugehen, dass die Erziehung unserer Kinder von morgen ganz im Geiste J. F. Oberlins das Entdecken in den Mittelpunkt stellt, zum „Stricken von Ideen“ anregt und damit den Weg ebnet für Denkweisen, in denen der Mensch als Mittelpunkt der Schöpfung zuversichtlich in die Zukunft blickt und sein Schicksal gestaltet.